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21 05 2015
Berliner Eigentumswohnungen immer noch günstig

In den vergangenen fünf Jahren ist der durchschnittliche Kaufpreis für Eigentumswohnungen in der deutschen Hauptstadt um 83 Prozent auf aktuell 3.048 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Gegenüber anderen Metropolen in der Bundesrepublik sind die Kaufpreise an der Spree allerdings nach wie vor günstig. Zum Vergleich: In Hamburg mussten Käufer zuletzt im Durchschnitt 3.677 Euro pro Quadratmeter bezahlen, in München kostete eine Eigentumswohnung durchschnittlich sogar 5.747 Euro pro Quadratmeter. Das ist das Ergebnis des aktuellen Fünf-Jahres-Vergleichs der Kaufpreise des Immobilienportals immowelt.de.

Kaufpreise zuletzt stark gestiegen

Im Jahr 2010 zahlten Immobilienkäufer für Berliner Eigentumswohnungen noch einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 1.668 Euro. Seitdem sind die Preise kontinuierlich angestiegen – und der Trend hält an. Der stärkste Anstieg wurde zwischen dem ersten Quartal 2012 und dem ersten Quartal 2013 verzeichnet. In dieser Zeit ging der Quadratmeterpreis von durchschnittlich 1.899 Euro auf 2.479 Euro und damit um 31 Prozent nach oben. 2013 folgte ein gemäßigterer Anstieg um sieben Prozent. 2014 kletterten die Preise dann wieder stärker, nämlich um 15 Prozent.

Neubauwohnungen im höheren Preissegment

Das starke Preiswachstum ist die Folge der zunehmenden Beliebtheit Berlins als Wohn- und Investitionsstandort. Allein 2014 ist die Stadt um 44.700 Einwohner gewachsen. Die steigende Nachfrage nach Wohnraum trifft jedoch auf ein zu geringes Angebot. Um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen, verfolgt der Senat ein ehrgeiziges Ziel: Mehr als 10.000 Wohnungen sollen pro Jahr fertiggestellt werden. Dafür wurde eine Vielzahl potenzieller Baugrundstücke ausfindig gemacht. Laut Senatsverwaltung stehen in Berlin Freiflächen für 220.000 neue Wohnungen zur Verfügung. Immowelt.de zufolge wird in keiner anderen Großstadt so viel Wohnungsneubau wie in Berlin betrieben. 2013 wurden rund 6.640 Neubauwohnungen fertiggestellt, darunter auch viele hochpreisige Wohnungen.

Der Neubau ist auch für Investoren interessant. Vor allem aufgrund der Mietpreisbremse, die ab dem 1. Juni 2015 in Kraft tritt, dürfte der Kauf von neugebauten Wohnungen an Attraktivität gewinnen. Während bei Bestandswohnungen Neuvertragsmieten nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen, sind Neubauten von dieser Regelung ausgenommen.