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13 10 2016
Berlin profitiert von gestiegener Kaufkraft

Berlin festigt seine Position als starker Wirtschaftsstandort mit steigenden Absatzmärkten. Gerade in zentralen Lagen – z. B. in der City West und rund um den Alexanderplatz – wird diese positive Entwicklung sichtbar.

Die Jahresbilanz 2015 vom Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) zeigt ein deutliches Wachstum im Einzelhandel. In der Hauptstadt betrug der Gesamtumsatz 15,58 Milliarden Euro. Das Brandenburger Umland konnte 7,77 Milliarden Euro verbuchen, was ein bereinigtes Umsatzplus von 5,1 bzw. 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Insgesamt geht von den Ausgaben der Bevölkerung mehr als ein Viertel an den Einzelhandel.

Durch den Umsatzanstieg entstehen auch neue Arbeitsplätze. So haben sich die Anteile von Vollzeitbeschäftigten im Einzelhandel um 1,6 Prozent in Berlin bzw. 0,9 Prozent in Brandenburg erhöht.

Mehrere Faktoren als Wachstumsmotor

Die gestiegene Kaufkraft in Berlin hat mehrere Gründe. Durch den Zuzug wächst die Stadt und mit ihr die Zahl der potentiellen Kunden. Außerdem steigen die Einkommen bei einer stetig sinkenden Arbeitslosenzahl. Eine gewaltige Umsatzsteigerung um gut ein Fünftel fand im Jahr 2015 auch im Online-Handel statt. Dies ist nicht zuletzt auf die vielen Start-up-Unternehmen in der Spreemetropole zurückzuführen, von denen einige mittlerweile auch international tätig sind.

Die zahlreichen in- und ausländischen Touristen gaben im Jahr 2015 rund vier Milliarden Euro aus, was gut einem Viertel des Gesamtumsatzes entspricht. Teilweise generieren Einzelhandelsunternehmen im City-Bereich 40 bis 60 Prozent ihres Umsatzes durch Touristen. Besonders konsumfreudig waren die spanischen Gäste mit fast 22 Millionen Euro und britische Touristen mit mehr als 18 Millionen, was neben Hotel und Gaststätten auch dem Handel zugutekam.

Den positiven Trend weiter fördern

Berlin präsentiert sich zunehmend als moderne, attraktive Einkaufsstadt mit besonderem Erlebnischarakter. Zum Beispiel mit den bei Einheimischen sowie in- und ausländischen Touristen beliebten verkaufsoffenen Sonntagen. Der Einzelhandel kann an diesen Sonderöffnungstagen, meist mit speziellen Angeboten und Veranstaltungen, zusätzlichen Umsatz generieren. Saisonale Events wie Schlussverkäufe tragen zum Gesamtbild der Hauptstadt bei. Ebenso die verschiedensten Weihnachtsmärkte in der Adventszeit, welche seit Längerem ein attraktives Reiseziel sind.

Dass Service für alle Kunden in Berlin und Umgebung groß geschrieben wird, zeigen die mehr als 900 Geschäfte und Unternehmen, denen in den vergangenen Jahren das Qualitätszeichen „Ausgezeichnet Generationenfreundlich“ vom Handelsverband Deutschland (HDE) verliehen wurde. Dieser geprüft, ob die Ansprüche an Einkaufsmöglichkeiten von verschiedenen Kundengruppen wie Eltern mit Kinderwagen, Menschen im Rollstuhl oder Seniorinnen und Senioren erfüllt werden. Zertifizierte Geschäfte verfügen unter anderem über rutschfeste Böden, Sitzgelegenheiten zum Ausruhen sowie qualitative Beratung und Ausschilderung. Das stärkt das Vertrauen der Kunden und bietet Wettbewerbsvorteile im Markt, was sich wiederum positiv auf den Umsatz auswirkt.