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28 01 2016
Berlin ist laut pwc-Studie attraktivster Immobilienmarkt in Europa

Berlin ist aus Sicht internationaler Anleger der beliebteste Standort für Immobilieninvestments. Das hat eine Studie des Beratungsunternehmens pwc zu den aktuellen Trends auf dem europäischen Immobilienmarkt ergeben. Knapp hinter der deutschen Spree-Metropole liegen in dem Ranking Hamburg und Dublin. In der deutschlandweiten Auswertung der Top-7-Städte hatte Berlin bereits im vergangenen Jahr den einstigen Klassenbesten München von der Spitzenposition verdrängt. Kein Wunder, der Berliner Immobilienmarkt verzeichnete seit dem Jahr 2013 jährlich doppelt so viele Kaufinteressenten wie Hamburg oder München.

Das internationale Interesse ist jedoch kein reines Hauptstadt-Phänomen. Im internationalen Vergleich hat Deutschland im Marktsegment der Wohnimmobilien eindeutig die Nase vorn. Laut Studie hätten internationale Investoren im vergangenen Jahr für einen Preisanstieg von bundesweit sechs Prozent bei Eigentumswohnungen gesorgt. 500 internationale Käufer wurden von pwc zu ihrer Einschätzung der Lage auf dem europäischen Immobilienmarkt befragt. Fast alle Umfrageteilnehmer (99 Prozent) halten Deutschland für einen besonders attraktiven Markt, in dem die Hauptstadt die mit Abstand größte Anziehungskraft besitzt. Berlin punktet vor allem mit seiner jungen, kreativen Gründerszene und seiner Innovationskraft. Daraus ergibt sich nicht nur ein Nährboden für internationale Startups. Der Zuzug junger Menschen aus dem Ausland befeuert zusätzlich die anhaltende Nachfrage nach Wohnimmobilien, sei es zur Miete, zur Kapitalanlage oder auch zur Selbstnutzung. So kommt es etwa vor, dass Eltern für das Studium ihrer Kinder in Berlin eine Wohnung kaufen, was laut Markteilnehmern bei asiatischen Familien besonders oft der Fall ist. Denn beispielsweise in China genießen deutsche Universitäten ein hohes Ansehen dank der Qualität ihres Lehrangebots in den den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Berlin gewinnt also auch über den guten Ruf seiner Universitäten an Bedeutung.

Das Eigenheim steht für Unabhängigkeit und Sicherheit zugleich

Interhyp befragte die Studienteilnehmer auch zu ihren Motiven bei der Entscheidung für ein Eigenheim. Die größten Anreize für den Kauf von Wohneigentum sind vor allem mietfreies Wohnen und der Wunsch nach Unabhängigkeit. Im Generationenvergleich sehnen sich in erster Linie die Jüngeren nach einer Eigentumswohnung oder gar einem eigenen Haus – über 90 Prozent der 18 bis 39-Jährigen gaben an, dass sie sich diesen Traum erfüllen möchten. Für diese Altersgruppe steht die Eigennutzung im Fokus. Für mehr als die Hälfte aller Befragten stellt die eigene Immobilie jedoch nach wie vor eine sichere Kapitalanlage und eine Form der Altersvorsorge dar. Denn Immobilien gelten immer noch als die sicherste Anlagealternative. 

Die Mehrzahl der Eigenheimbesitzer ist glücklich

Ist die Entscheidung für die eigenen vier Wände einmal gefallen und das neue Zuhause bezogen, sind die meisten Eigenheimbesitzer glücklich mit ihrer Wahl. Rund 90 Prozent der Immobilieneigentümer fühlen sich wohl in ihrer Immobilie. Ein Grund dafür sind auch die Gestaltungsspielräume in den eigenen vier Wänden – diese sind vielen Deutschen wichtig, denn wer hat nicht schon davon geträumt, sich ganz nach seinen eigenen Vorstellungen einzurichten, und auf Wunsch an- und umzubauen? Bei den Mietern hingegen sind nur knapp zwei Drittel uneingeschränkt zufrieden mit ihrer Wohnsituation. 

Keine Traumwohnung ohne Einbauküche 

Bei der Wunschausstattung ihrer Traumimmobilie bleiben die Bundesbürger auf dem Boden der Tatsachen. Den meisten Menschen ist die Aufwertung der Grundausstattung wichtiger als Extras, die nicht jeder hat. So steht beispielsweise für 80 Prozent der Befragten eine moderne Einbauküche ganz oben auf der Wunschliste. Dahinter rangieren ein Gäste-WC (75 Prozent) und eine Garage (72 Prozent). Unverzichtbar ist für viele auch das eigene Fleckchen Grün – fast die Hälfte der Befragten konnte sich ihre Traumimmobilie nicht ohne Garten vorstellen. Dabei ist auch die in Städten eher übliche Mitbenutzung eines gemeinschaftlichen Gartens berücksichtigt. 

Berliner sind bodenständig, wohnen aber am liebsten mit Aussicht 

In der Hauptstadt sind fast zwei Drittel aller Bewohner mit ihrer gegenwärtigen Wohnsituation zufrieden. Wohnraum ist hier so begehrt, dass man sich tendenziell an dem Objekt freut, in dem man wohnt – ob nun als Eigentümer oder zur Miete. Was ihre Wohnträume angeht, sind viele Berliner jedoch weniger bescheiden und wollen hoch hinaus. Über die Hälfte aller in Berlin wohnenden Menschen würden eine Immobilie mit Balkon, Loggia bzw. Freisitz oder Dachterrasse bevorzugen. Auf den kleinen Wohn-Luxus hingegen, wie zum Beispiel ein Gäste-WC oder eine eigene Garage, verzichten die Berliner gern – denn nicht einmal zwanzig Prozent der jetzigen Mieter, die eine Eigentumswohnung erwerben möchten, haben sich diese Dinge gewünscht.