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10 11 2016
Berlin ist Innovationsstandort Nummer eins

Im neuen Innovationsindex der Direktbank ING-DiBa wird Berlin als innovativster Wirtschaftsstandort Deutschlands gekürt. In insgesamt acht untersuchten Kategorien konnte die Hauptstadt im Vergleich mit den anderen 15 Bundesländern fast immer den Spitzenplatz erreichen.

Die Studie sieht mehrere Gründe für die starke Innovationskraft Berlins. Eine wichtige Rolle spielt zum Beispiel, dass der Anteil an jungen Leuten in der Hauptstadt besonders groß ist. Erfasst wurde dazu die Anzahl der Mitarbeiter zwischen 15 und 50 Jahren im Verhältnis zur Anzahl von über 50-Jährigen in Unternehmen. Der hohe Anteil junger Arbeitnehmer hängt unter anderem mit der mittlerweile international bekannten Start-up-Szene in der Spreemetropole zusammen. Die vorherrschenden Technologiefelder sind Medizin, Messtechnik und Datenverarbeitung. Obwohl im Jahr 2015 von den gut 47.000 zum Patent angemeldeten Erfindungen in Deutschland nur 1,8 Prozent aus Berlin kamen, sieht der Index die Hauptstadt auf einem guten Weg.

Bildung fördert Ideen

Ein weiterer Faktor ist das überdurchschnittlich hohe Ausbildungsniveau. Neben den weltbekannten Universitäten bilden viele Fachhochschulen und Institute zukünftige Talente aus. So ist es wenig verwunderlich, dass Berlin im Hochtechnologiesektor über die höchste Beschäftigungsquote verfügt. Generell ordnet die Studie gut ausgebildeten Mitarbeitern eine höhere Kompetenz zu und kategorisiert diese damit als mögliche Innovatoren. Im Jahr 2015 wurden zudem über 9.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Deutschlandweit hat die Spreemetropole das meiste Potenzial in Bezug auf Chancen und Talente, entscheidend für die Zukunft wird jedoch sein, ob dieses genutzt wird.

Globale Unternehmen zieht es in die Hauptstadt

Die Attraktivität Berlins zeigt sich auch in der zunehmenden Anzahl von Niederlassungen global agierender Unternehmen. Normalerweise werden Städte über die dort ansässigen Unternehmen wahrgenommen und hoffen, von deren gutem Ruf zu profitieren, doch in der Hauptstadt geht der Trend in die umgekehrte Richtung. Die Firmen sehen große Überschneidungen der Attribute der Stadt mit ihren Marken. Um ebenfalls als innovativ, dynamisch, kreativ und weltoffen zu gelten, siedeln sie sich dort an.

Die Spreemetropole profitiert auch durch die vielen Zuzüge von qualifizierten Fachkräften. Die Unternehmen wissen, dass nicht mehr alleine der gute Name eines potenziellen Arbeitgebers über die Stellenwahl entscheidet, sondern auch die Attraktivität des Standortes. Berlin wandelt sich stetig und bietet so ein spannendes und inspirierendes Umfeld. Insgesamt stieg die Zahl der Erwerbstätigen in der Hauptstadt in den Bereichen Finanzen, Versicherungen und Immobilien im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Start-ups beschäftigen rund 13.200 Arbeitnehmer. Zusammengerechnet stehen sie damit an zweiter Stelle der Arbeitgeber-Rangliste für Berlin.

Die große Anzahl neuer Arbeitsplätze zeigt abermals die dynamische wirtschaftliche Entwicklung der Hauptstadt. Der bisher eingeschlagene Pfad nachhaltigen Wachstums wird voraussichtlich auch in Zukunft weiter verfolgt werden. So wird Berlin seinen Spitzenplatz im Ranking sicher noch einige Jahre behalten.