Registrieren Sie sich, um einen persönlichen Account zu erhalten und nutzen Sie die Vorteile für Ihre individuelle Suche.
X
accentro-hitzigallee
17 03 2016
Berlin ist ein attraktiver Standort für Studenten

Ein Hauptgrund für den starken Zuzug in die Bundeshauptstadt ist die vielfältige Hochschullandschaft. Berlin ist auf Platz eins mit den meisten Studierenden in Deutschland. Im Wintersemester 2014/15 waren über 171.000 Studierende an einer der insgesamt 47 Berliner Hochschulen eingeschrieben. Darunter finden sich auch zwei Eliteuniversitäten. Die Beliebtheit Berlins wird durch den mit 17 Prozent hohen Anteil ausländischer Studierender unterstrichen. Wie kürzlich in der von Savills veröffentlichten Research-Studie "World Student Housing" festgestellt, sprechen neben der renommierten Bildungs- und Wissenschaftslandschaft vor allem die geringen Studienkosten für Berlin als Studienort. Laut der Studie reichen einem Studenten in Berlin durchschnittlich etwas mehr als 1.000 US-Dollar (935 Euro) pro Monat für Lebenshaltung, Unterkunft und Studiengebühren. In Boston muss mit etwa dem Fünffachen gerechnet werden.

Studenten stärken Berliner Wohnungsmarkt

Besonders zum Semesterstart lassen sich auf dem Berliner Wohnungsmarkt mittlerweile deutliche Angebotsengpässe feststellen, was folglich zu erheblichen Mietpreissteigerungen führt. Aufgrund finanzieller Restriktionen bei den Studentenwerken und der gestiegenen Zahl der Studierenden ging die Versorgungsquote mit öffentlich geförderten Wohnheimplätzen auf unter sechs Prozent zurück. Dafür belebt sich zunehmend das private Angebot entsprechender Objekte.

Das Bild der klassischen Studentenbude ist darüber hinaus nicht mehr aktuell. Wie aus der Studie "World Student Housing" hervorgeht, führt der Aspekt des geringen Angebots in Verbindung mit den hohen Mieten in den Universitätsstädten nicht selten dazu, dass Studenten in einer vom Elternhaus finanzierten Eigentumswohnung leben. Bei einer monatlichen Miete von beispielsweise 600 Euro kommen schließlich in fünf Jahren Studienzeit insgesamt 36.000 Euro Wohnkosten zusammen. Anstelle dessen könnten die eigenen Rücklagen auf sichere Weise angelegt werden, indem Eltern das Eigenkapital für den Wohnungskauf stellen. Vor diesem Hintergrund wird der Kauf einer Wohnung sowohl als Unterkunft für den Sohn oder die Tochter als auch als Kapitalanlage interessant.

Wenn die Kinder ihr Studium beendet haben und nicht in der Wohnung bleiben möchten, kann die Wohnung unter anderem problemlos an andere Studenten weiter vermietet werden. Auch wer eine solche Wohnung nach dem Ende des Studiums wieder verkaufen möchte, sollte damit keine Probleme haben. Die Nachfrage, insbesondere nach kleinen Stadtwohnungen unter anderem für Single-Haushalte ist derzeit enorm und es ist davon auszugehen, dass der Bedarf in den nächsten Jahren weiter steigen wird. 

Internationale Studenten mit hohen Ansprüchen

Neben deutschen Studenten, schätzen auch immer mehr internationale Studenten, das deutsche Bildungssystem. Berlin ist mit dem großen Angebot an Hochschulen bei ausländischen Studenten besonders beliebt. Wie aus der Studie von Savills hervorgeht haben ausländische Studenten in allen Aspekten des Lebens höhere Ansprüche denn je an die Universitäten sowie das Wohnumfeld, für das sie sich entschieden haben.

China ist der größte Herkunftsmarkt für international mobile Hochschulabsolventen 650.000 chinesische Staatsbürger absolvieren ihr Studium im Ausland, und deren Zahl hat sich zwischen 2007 und 2011 annähernd verdoppelt. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahlen weiter steigen. Der Fokus ist und wird auch zukünftig, so die Savills Studie bei den chinesischen Studenten auf USA, Deutschland und UK liegen. Ausländische Studenten beziehungsweise deren Eltern nehmen die niedrigen Studiengebühren zum Anlass, um in eine Wohnung in Berlin zu investieren. Dabei ist neben der Unterbringung auch die Wertanlage, die ein Wohnungskauf in Berlin darstellt, ein Entscheidungsfaktor.