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24 11 2016
Berlin ist beliebter Ausweichstandort für britische Unternehmensgründer

Nach Angaben der Wirtschaftsförderungs-Agentur Berlin Partner informieren sich immer mehr britische Unternehmen über Berlin als Firmensitz. Etwa zwei Dutzend junge Unternehmen aus Großbritannien sind demnach an einem Umzug nach Berlin interessiert und haben bei Berlin Partner Informationen über die Bundeshauptstadt angefragt. Hauptgrund für das verstärkte Interesse an Berlin sind vor allem begehrte Fachkräfte. Berlin bietet britischen Firmen nicht nur günstigere Büromieten, sondern auch ein großes Angebot an qualifizierten Arbeitnehmern. Nach Aussage von Berlin Partner geht es in 70 Prozent der Anfragen um das Angebot an Fachkräften. Auf ebenso großes Interesse stoße dabei auch die Internationalität Berlins. Diese ermögliche es internationalen Arbeitnehmern, sich leichter im Alltagsleben der Stadt zurecht zu finden. Nach Einschätzung von Berlin Partner könnten nur wenige Städte in Europa, darunter Dublin und viele Städte in Skandinavien, ein vergleichbares Umfeld bieten. Andere Städte seien den Start-ups nicht international genug. Gerade für junge Unternehmen ist es nicht zuletzt wichtig, dass sich die Angestellten am Firmenstandort wohl fühlen.

Start-up-Szene in Berlin besonders stark

Eine weitere Besonderheit Berlins, die anziehend auf junge Unternehmen wirkt, ist die generell starke Präsenz von Start-ups in der deutschen Hauptstadt. Berlin Partner geht davon aus, dass die Unternehmen von Synergieeffekten profitieren wollen und deshalb die Nähe zu anderen jungen Firmen suchen. Auch internationale Netzwerke fließen in die Standortentscheidung ein. So unterhält Berlin Partnerschaften mit Tel Aviv, Paris, Shanghai und New York.

Berlin wird nach Einschätzung von Experten am meisten vom Brexit profitieren

Die Einschätzung von Berlin Partner, dass Berlin zunehmend vom britischen Austritt aus der Europäischen Union profitieren kann, wird von einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC gestützt. Für die jährlich durchgeführte Studie „Emerging Trends in Real Estate“ wurden rund 800 internationale Branchenmanager befragt. Nach Einschätzung der Experten liegen demnach vier der fünf attraktivsten Immobilienstandorte, die nach dem Brexit Alternativen zu London bieten, in Deutschland. Ganze 92 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass der Brexit negative Folgen für den britischen Immobiliensektor hat und Investoren nach Ausweichstandorten suchen werden. Dabei liegt nach Einschätzung der Befragten die deutsche Hauptstadt noch vor Hamburg, Frankfurt und München.