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28 09 2015
ACCENTRO WOHNEIGENTUMS-REPORT 2015: Umsatzrekord auf dem deutschen Markt für Eigentumswohnungen

* Umsatz steigt um 3,6 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro
* 2014: 128.602 Eigentumswohnungen verkauft (-3,3 Prozent)
* Verkauf von Neubauwohnungen nimmt weiter Fahrt auf

Berlin, 30. September 2015 – 2014 wurden in den 82 größten deutschen Städten insgesamt 128.602 Eigentumswohnungen verkauft, 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz stieg indes um 3,6 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro und erreicht damit einen neuen Rekordwert. Das geht aus dem aktuellen ACCENTRO Wohneigentums-Report 2015 hervor, in dem die Daten der Gutachterausschüsse für die 82 größten deutschen Wohnungsmärkte ausgewertet werden. In 39 der 81 Wohnungsmärkte, für die Daten vorlagen (Mannheim konnte keine Zahlen liefern), lag die Anzahl der verkauften Eigentumswohnungen höher als im Vorjahr. Im Durchschnitt wechselte eine Eigentumswohnung im Jahr 2014 für 193.628 Euro den Eigentümer. Das entspricht einer Steigerung von 7,2 Prozent im Vorjahresvergleich. „Der deutsche Markt für Eigentumswohnungen bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau“, erklärt Jacopo Mingazzini, Vorstand der ACCENTRO Real Estate AG. „Dennoch wird in einigen Standorten deutlich, dass das Angebot nicht mit der Nachfrage Schritt halten kann.“

Berlin und München: rückläufige Verkaufszahlen, steigende Preise

In Berlin, dem größten deutschen Wohnungsmarkt, wurden im Berichtsjahr 2014 19.019 Eigentumswohnungen verkauft, 17,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz sank um 13,0 Prozent auf 3,72 Milliarden Euro. „In Berlin zeigt sich eine Angebotsverknappung. Der Bedarf an Eigentumswohnungen ist nach wie vor hoch. Die Verkaufszahl liegt noch immer rund 33 Prozent höher als im Jahr 2009“, sagt Mingazzini. „Berliner Eigentumswohnungen erfreuen sich einer ungebrochenen Beliebtheit bei Eigennutzern und Kapitalanlegern insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus in Deutschland“. München, traditionell zweitstärkster Markt im Ranking Verkäufe, meldet 11.055 Transaktionen (Wohn- und Teileigentum) im Jahr 2014, 4,0 Prozent weniger als 2013. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 7,3 Prozent auf 4,05 Milliarden Euro, was dem höchsten Umsatz eines deutschen Marktes für Eigentumswohnungen im aktuellen Ranking entspricht. Mit dem Verkauf einer Eigentumswohnung wurden in München somit durchschnittlich 365.898 Euro umgesetzt, ein Plus von 11,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Auch in diesem Ranking belegt die bayerische Landeshauptstadt deutschlandweit den ersten Platz vor Frankfurt (315.253 Euro je Verkauf) und Hamburg (295.542 Euro je Verkauf).

Verkauf von Neubauwohnungen nimmt weiter Fahrt auf

Im Berichtsjahr 2014 wurden 24.734 Eigentumswohnungen verkauft, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Aussagekräftiger ist der Anteil verkaufter Eigentumswohnungen an der Gesamttransaktionszahl. 19,2 Prozent aller Einheiten wurden neu errichtet, 2013 lag der Anteil noch bei 18,1 Prozent. Die Anzahl verkaufter Eigentumswohnungen ist seit dem Jahr 2009 um rund 50 Prozent gestiegen. „Im Neubausegment erkennen wir einen stetigen Aufwärtstrend. Die Baugenehmigungszahlen insbesondere in den Metropolen sprechen eine deutliche Sprache. Neubauwohnungen werden in den künftigen Wohneigentums-Reports eine immer wichtigere Rolle einnehmen“, sagt Mingazzini. Das beweist insbesondere der Wohnungsmarkt Berlin. Während die Gesamtverkaufszahl im Berichtsjahr rückläufig war, ist die Anzahl verkaufter Neubauwohnungen um 15,4 Prozent auf 2.926 Einheiten angestiegen. „Hier steckt weiteres Potenzial für den Wohnungsmarkt. Berlin benötigt dringend neue Wohnungen. Die Politik sollte aktiv unterstützen und entsprechende Verfahren beschleunigen. Nur so kann sich der Wohnungsmarkt weiter entspannen“, sagt Mingazzini. Der Frankfurter Markt für Eigentumswohnungen meldet ebenfalls ein Plus von 18,9 Prozent auf 1.822 verkaufte Neubaueinheiten und begründet damit seinen Anstieg der Gesamtverkaufszahl um 9,9 Prozent auf 4.250 Eigentumswohnungen.

Leipzig und Dresden: Gewinner-Städte in Sachsen

Die Eigentumswohnungsmärkte Leipzig und Dresden gehören zu den diesjährigen Siegern im ACCENTRO Wohneigentums-Report. In Leipzig stieg die Anzahl der verkauften Eigentumswohnungen im Berichtsjahr um 15,8 Prozent auf 4.250 Einheiten. Im bundesweiten Ranking bedeutet dieses Verkaufsergebnis Platz fünf. Leipzig liegt damit vor Frankfurt und Düsseldorf. Der Umsatz wuchs im gleichen Zeitraum um 21,9 Prozent auf 716,9 Millionen Euro (Platz acht im Ranking). Der Dresdner Markt für Eigentumswohnungen gehört in beiden Rankings ebenfalls zu den Top Ten in Deutschland (Umsatz 2014: 512,2 Mio. Euro, +16,9 Prozent / Verkäufe 2014: 3.631, +7,8 Prozent). „Leipzig und Dresden sind längst keine Neueinsteiger mehr in den Top-Rankings im Report, doch konnten sie ihre Performance in diesem Jahr noch weiter steigern“, erklärt Mingazzini. „Inzwischen gehören sie zu den aktivsten Wohnungsmärkten in Deutschland“. Im Ranking Anzahl Verkäufe je 1.000 Einwohner, das traditionell von den süddeutschen Städten angeführt wird, belegen Leipzig und Dresden die Plätze fünf (7,7 Verkäufe je 1.000 Einwohner) beziehungsweise neun (7,0 Verkäufe je 1.000 Einwohner). Damit sind sie die einzigen Vertreter in den Top Ten dieser Kategorie außerhalb von Bayern und Baden-Württemberg.

Über den Accentro Wohneigentums-Report

Bereits zum achten Mal veröffentlicht die Accentro GmbH den Wohneigentums-Report. Basis der Analyse sind die Wohneigentums-Transaktionen des Berichtsjahres in allen 82 deutschen Großstädten. Durch den Rückgriff auf die Daten der Gutachterausschüsse unterscheidet sich der Report signifikant von ähnlichen Publikationen, die meist auf Experteneinschätzungen oder der Auswertung von Angebotsdaten beruhen.

Über die ACCENTRO Real Estate AG

Die ACCENTRO Real Estate AG ist ein börsennotiertes Wohnungsunternehmen. Das Kerngeschäft ist die mieternahe Wohnungsprivatisierung. Das Tochterunternehmen ACCENTRO GmbH ist marktführend in der Wohnungsprivatisierungs-Dienstleistung in Deutschland.
Die ACCENTRO Real Estate AG hat ihren Sitz in Berlin und ist im Prime-Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN: A0KFKB) notiert.